Barbat

Die südlichste Ortschaft der Insel erstreckt sich entlang der Küste gegenüber der vorgelagerten, unbewohnten Insel Dolin und klettert in Richtung Norden die sanften Anhöhen des Berges Kamenjak hinauf. Mit der Stinica-Misnjak-Fähre (Verbindung Festland-Rab) kommend, beginnen hier die ersten Häuser von Rab. Neben dem Tourismus betreiben die Einwohner von Barbat Schafzucht, Landwirtschaft, Weinbau und Fischfang, auch Honig wird gewonnen. Der Meereskanal zwischen Rab und Dolin bietet ideale Bedingungen für Wassersportler aufgrund seiner geschützten Lage zum Schwimmen, Schnorcheln, Surfen und Wasserskifahren. Auch eine Tauchbasis gibt es hier. Sportbootfahrer finden hier eine Werft mit angschlossenem Geschäft für Bootszubehör und Ersatzteile, einen beweglichen Bootskran bis 30 t und eine Slipanlage für Yachten bis zu 120 t. Entlang der Küste erstrecken sich zahlreiche Sand- und Kiesstrände, die in Richtung Süden in naturbelassene, kleine Buchten übergehen. Die Gäste erwartet ein vielfältiges Angebot an Pensionen, Ferienhäusern und kleine, teils recht urige, Restaurants.



Barbat ist reich an Historie: Nach den Resten alter Bauwerke zu schliessen, gibt es hier es sehr alte Ansiedlungen. Auf der Anhöhe des heiligen Damijan stehen die Ruinen einer Festung und einer gleichnamigen kleinen Kirche, die schon im 14 Jh. erwähnt wird. Die Grundfeste dieser Ruinen wurden von Griechen errichtet, die von Sizilien herüberkamen. Hier gab es eine Militärkolonie - wahrscheinlich Ptolomeus Collentum - aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Bis zum heutigen Tag erzählen die Einwohner Barbats die Legende, dass anlässlich eines Kampfes um diese Festung Blut und Wein bis zum Meer hinunter geflossen sind. Vom Fusse dieser Anöhe, beim Weiler Percinic, sieht man bei Ebbe Mauerreste im Meer. Diese sollen Spuren einer Stadt sein, welche von Flüchtlingen vor Attila dem Hunnenönig gegründet wurde. An der Stelle der heutigen Kirche des hl. Stephan im Herzen von Barbat war im Jahre 1372 ein Benediktinerkloster gleichen Namens zu finden. Dies wurde jedoch im 15. Jahrhundert von den Mönchen aufgegeben und die Nutzniessung der Ländereien an Rom überrgeben. Vom einstigen Kloster ist heute nichs mehr erhalten, gleich bei der Kirche liegt jedoch ein steinerner Sarkophag aus dem 6. Jh. Ausserdem befindet sind in der Kirche ein seltenes, auf Holz gemaltes Kruzifix, wahrscheinlich das Werk eines Meisters der alten italienischen Schule.